Der PageRank Mythos

Seit gut zwei Jahren wurde in einem Forumeintrag von Google bezeugt, dass der PageRank alleine nichts über die Qualität der Webseite aussagt. Trotzdem sehen noch viele Webmaster den PageRank als Google Rankingfaktor.

Gestern schrieb Susan Moskwa, Webmaster Trends Analyst bei Google, im offiziellen Webmaster Central Blog einen Eintrag. Sie erläutert darin neue Kriterien wie der Erfolg einer Webseite gemessen werden kann.

Warum der heutige Mythos einst kein Mythos war

2008 hatte Udi Manber, im Offiziellen Google Blog folgendes gepostet:

Der beste Teil in unserem Ranking Alogrithmus ist der PageRank. Geschrieben von Larry Page und Sergey Brin,
die Erfinder von Google. PageRank ist heute immer noch in Gebrauch, ist
jedoch ein Teil eines sehr viel grösseren Systems.

Als Google 1998 gegründet wurde, war der PageRank Alogrithmus ausgezeichnet. Angesichts der Geschwindigkeit in der sich das Internet veränderte hat sich auch Google weiterentwickelt. In den letzten 10 Jahren hatte Google demnach viel Zeit um die Ranking-Systeme zu verbessern. PageRank ist nicht mehr das A und O des Rankings (wenn es das jemals war).

Die wahre „Währung“ wie der Erfolg heute gemessen werden kann ist die Conversionrate zu einem Suchbegriff. Larry Page sagte dazu:

Die perfekte Suchmaschine ist etwas, dass genau versteht was du meinst und dir exakt das zurück gibt was du möchtest

Warum wird dann immer noch der PageRank benutzt?

Ganz klar. PageRank ist leicht messbar. Dies sei der Grund warum sich dieser Mythos so lange hält vermutet Susan. Schlussendlich zähle jedoch, was uns wirklich interessiert: Wie mache ich mehr Geld mit meiner Webseite, locke mehr Leser an, erhalte mehr Anmeldungen für meinen Newsletter, etc.

Wer nun davon ausgeht, dass ein höherer PageRank zu mehr Sichtbarkeit in den Suchmaschinen führt, damit mehr Benutzer auf die Seite bringt und dementsprechend mehr „Was-auch-immer“ auf der Webseite passiert, der hat eines nicht beachtet. Der PageRank wird nur ein paar Mal pro Jahr angepasst. Trotzdem kommt es vor das Webseiten in kurzer Zeit auf der ersten Seite auftauchen und guten Profit abwerfen.

Man sieht also klar, dass sich der PR stark von dem aktuellen Ranking unterscheidet.

Wenn ich nun nicht mehr den PageRank messen soll.. was dann?

Das Ranking alleine ist nicht entscheidend. Viel mehr interessiert das was schlussendlich dabei rauskommt. In Google Analytics und Google Webmaster Tools (sowie in anderen Analyse Tools) lassen sich bessere Daten analysieren. Mit diesen Hilfsmitteln ist es möglich Konversionsraten, Absprungsraten und die Clickthrough Rate (CTR) zu messen.

Konversionsraten

Eine Konversion wird ausgelöst, wenn der Besucher der Webseite das definierte Ziel erreicht. Er hat eingekauft, sich im Newsletter eingetragen, das Kontaktformular ausgefüllt. Die Konversionsrate lässt demnach darauf schliessen, wie viele Benutzer die auf der Seite waren auch das Ziel der Webseite erreicht haben. Wenn die Quote schlecht ist, gilt es den Shop „einkaufsfreundlicher“ zu machen, die Anmeldung für den Newsletter sichtbarer zu machen, das Kontaktformular zu vereinfachen. Dazu mehr im Artikel über die Website Usability

Absprungsrate

Die Absprungsrate beschreibt die Anzahl Benutzer die kurz auf der Webseite sind, und sie direkt wieder verlassen. Dies lässt darauf schliessen, dass die Webseite nicht auf einen Blick verrät, was sie beinhaltet. Wenn die Qualität dieser Seiten erhöht wird, steigt die Chance das der Benutzer länger auf der Webseite verweilt und eine Konversion erzeugt.

Clickthrough Rate (CTR)

Sie beschreibt wie oft die Webseite in der Ergebnisliste angeklickt wurde. Liegt der CTR bei Null, kann dies darauf schliessen, dass der Beschrieb sowie der Titel nicht das aussagen was der Benutzer sucht. Auch hier können in einfachen Schritten Anpassungen gemacht werden. Google hat dafür eigens einen Blogeintrag geschrieben.

Entschuldigt, wenn ich dieses Thema zur Auswertung dieser drei Kriterien nur kurz anscheide. Auf dem Markt gibt es jedoch ein paar ganz gute Bücher, was noch ausgewertet werden kann. Oder stellt eure Fragen doch einfach in den Kommentaren weiter unten.

Gerne höre ich von euch welche Analyse Tools ihr einsetzt und welche Daten Ihr auswertet.

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