Checkliste für Website Usability

Usability ist für Webseiten immer wichtiger. Die Kunden müssen in kurzer Zeit ihre Informationen finden oder bestellen können. Der Grund warum sich Landingpages für Google Adwords immer mehr durchsetzen. In dieser Checkliste werden die wichtigsten Punkte angeschnitten.

Fragezeichen vermeiden

In umfangreichen Untersuchungen wurde festgestellt, dass Kunden durchschnittlich zwischen 25 und 35 Sekunden auf einer Website verbringen. In dieser kurzen Zeit müssen folgende Punkte geklärt sein:

  • Wo bin ich?
  • Was kann ich hier machen?
  • Wo finde ich ___?

Wenn eine Website erstellt wird, ist das Ziel diese Fragezeichen zu beseitigen.

Was wollen meine Besucher?

Besucher kommen freiwillig auf eure Webseite. Die Hauptgründe dafür sind:

  • Um eine bestimmte Information zu finden
  • Etwas erledigen/ein Problem lösen
  • Etwas kaufen

Diese Informationen möchten eure Benutzer möglichst

  • Ohne Hinternisse
  • Ohne Wartezeiten
  • Ohne Einarbeitung

erhalten.

Wie werden Hindernisse vermieden?

Die folgenden Punkte beschreiben generelle Punkte die ihr auf eurer Webseite beachten solltet.

  • Webseiten sollten nicht nur auf den neusten Browsern sichtbar sein. Im durchschnitt halten sich die jeweiligen Browserversionen 5-6 Jahre nach dem Erscheinungsdatum.
  • Keine toten Links. Alle Webseiten sollten fertig sein. Vermeidet „Under Construction“ oder „Baustelle“ Seiten.
  • Websites sollten ohne Plugin nutzbar sein (Flash, Quicktime)
  • Benutzer brauchen kein Login um die Seite zu nutzen.
  • Der Benutzer muss nicht unnötige Daten von sich preisgeben (in Kontakt- oder Bestellformularen)
  • Alle Überschriften und Links sind mit Texten versehen (keine Grafiken) Somit ist die Seite auch für Blinde und Sehbehinderte Besucher nutzbar
  • Die Webseite wird in Suchmaschinen gefunden.
  • Frames verhindern gezielte Seiten als Bookmark aufzunehmen.

Wie wird Wartezeit vermieden?

Ein schönes Design einer Website lässt sie angenehm und glaubwürdig erscheinen. Achtet jedoch darauf, dass es deswegen nicht zu langen Ladezeiten kommt.

  • Vermeiden Sie unnötige Grafiken und Multimedia Effekte. (grosse Grafiken, Splash-Screens, unnötige Flash-Anwendungen)
  • Dateigrösse von Grafiken anpassen
  • Verwendung von Stylesheets
  • Alle Seiten sollten in weniger als 10 Sekunden laden
  • Wenn Seiten längere Ladezeiten haben, sollten sie den Ladestatus anzeigen (50% geladen)
  • Alle Informationen im oberen Teil des Bildschirms sind schnell sichtbar, auch wenn sich untere Teile noch laden.

Wie wird Einarbeitungszeit vermieden?

Das Ziel einer Website sollte sein, dass jede Seite offensichtlich ist. Man sollte schon beim ersten Blick auf die Seite wissen wie man Sie nutzt. Manchmal müsst ihr euch mit selbsterklärend zufrieden geben, insbesondere dann, wenn ihr etwas Originelles oder völlig Neuartiges oder etwas sehr Kompliziertes aufbaut.

  • Webseiten sollten für eure Kunden gemacht werden. Nicht um dem Chef zu gefallen, oder den Webdesigner zu loben.
  • Nötigt einen Besucher nicht Optionen auf einem Formular auszuwählen die er nicht kennt.
  • Der Besucher muss lange Texte nicht am Bildschirm lesen, sonder kann eine Printversion ausdrucken
  • Die Homepage macht in nicht mehr als 20 Wörtern klar inwiefern der Kunde von ihr profitieren kann.
  • Das Webdesign muss klar sein. Die nächsten Schritte auf einer Webseite sollten selbsterklärend sein.
  • Gebt dem Kunden die einfache Möglichkeit euch zu kontaktieren.

Weitere Informationen zur Usability einer Webseite findet ihr auch in meinem anderen Artikel über Website Usability

 

Der PageRank Mythos

Seit gut zwei Jahren wurde in einem Forumeintrag von Google bezeugt, dass der PageRank alleine nichts über die Qualität der Webseite aussagt. Trotzdem sehen noch viele Webmaster den PageRank als Google Rankingfaktor.

Gestern schrieb Susan Moskwa, Webmaster Trends Analyst bei Google, im offiziellen Webmaster Central Blog einen Eintrag. Sie erläutert darin neue Kriterien wie der Erfolg einer Webseite gemessen werden kann.

Warum der heutige Mythos einst kein Mythos war

2008 hatte Udi Manber, im Offiziellen Google Blog folgendes gepostet:

Der beste Teil in unserem Ranking Alogrithmus ist der PageRank. Geschrieben von Larry Page und Sergey Brin,
die Erfinder von Google. PageRank ist heute immer noch in Gebrauch, ist
jedoch ein Teil eines sehr viel grösseren Systems.

Als Google 1998 gegründet wurde, war der PageRank Alogrithmus ausgezeichnet. Angesichts der Geschwindigkeit in der sich das Internet veränderte hat sich auch Google weiterentwickelt. In den letzten 10 Jahren hatte Google demnach viel Zeit um die Ranking-Systeme zu verbessern. PageRank ist nicht mehr das A und O des Rankings (wenn es das jemals war).

Die wahre „Währung“ wie der Erfolg heute gemessen werden kann ist die Conversionrate zu einem Suchbegriff. Larry Page sagte dazu:

Die perfekte Suchmaschine ist etwas, dass genau versteht was du meinst und dir exakt das zurück gibt was du möchtest

Warum wird dann immer noch der PageRank benutzt?

Ganz klar. PageRank ist leicht messbar. Dies sei der Grund warum sich dieser Mythos so lange hält vermutet Susan. Schlussendlich zähle jedoch, was uns wirklich interessiert: Wie mache ich mehr Geld mit meiner Webseite, locke mehr Leser an, erhalte mehr Anmeldungen für meinen Newsletter, etc.

Wer nun davon ausgeht, dass ein höherer PageRank zu mehr Sichtbarkeit in den Suchmaschinen führt, damit mehr Benutzer auf die Seite bringt und dementsprechend mehr „Was-auch-immer“ auf der Webseite passiert, der hat eines nicht beachtet. Der PageRank wird nur ein paar Mal pro Jahr angepasst. Trotzdem kommt es vor das Webseiten in kurzer Zeit auf der ersten Seite auftauchen und guten Profit abwerfen.

Man sieht also klar, dass sich der PR stark von dem aktuellen Ranking unterscheidet.

Wenn ich nun nicht mehr den PageRank messen soll.. was dann?

Das Ranking alleine ist nicht entscheidend. Viel mehr interessiert das was schlussendlich dabei rauskommt. In Google Analytics und Google Webmaster Tools (sowie in anderen Analyse Tools) lassen sich bessere Daten analysieren. Mit diesen Hilfsmitteln ist es möglich Konversionsraten, Absprungsraten und die Clickthrough Rate (CTR) zu messen.

Konversionsraten

Eine Konversion wird ausgelöst, wenn der Besucher der Webseite das definierte Ziel erreicht. Er hat eingekauft, sich im Newsletter eingetragen, das Kontaktformular ausgefüllt. Die Konversionsrate lässt demnach darauf schliessen, wie viele Benutzer die auf der Seite waren auch das Ziel der Webseite erreicht haben. Wenn die Quote schlecht ist, gilt es den Shop „einkaufsfreundlicher“ zu machen, die Anmeldung für den Newsletter sichtbarer zu machen, das Kontaktformular zu vereinfachen. Dazu mehr im Artikel über die Website Usability

Absprungsrate

Die Absprungsrate beschreibt die Anzahl Benutzer die kurz auf der Webseite sind, und sie direkt wieder verlassen. Dies lässt darauf schliessen, dass die Webseite nicht auf einen Blick verrät, was sie beinhaltet. Wenn die Qualität dieser Seiten erhöht wird, steigt die Chance das der Benutzer länger auf der Webseite verweilt und eine Konversion erzeugt.

Clickthrough Rate (CTR)

Sie beschreibt wie oft die Webseite in der Ergebnisliste angeklickt wurde. Liegt der CTR bei Null, kann dies darauf schliessen, dass der Beschrieb sowie der Titel nicht das aussagen was der Benutzer sucht. Auch hier können in einfachen Schritten Anpassungen gemacht werden. Google hat dafür eigens einen Blogeintrag geschrieben.

Entschuldigt, wenn ich dieses Thema zur Auswertung dieser drei Kriterien nur kurz anscheide. Auf dem Markt gibt es jedoch ein paar ganz gute Bücher, was noch ausgewertet werden kann. Oder stellt eure Fragen doch einfach in den Kommentaren weiter unten.

Gerne höre ich von euch welche Analyse Tools ihr einsetzt und welche Daten Ihr auswertet.